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Schirmherrnbitten mit großer Schützenfamilie

Dalking/Furth im Wald.
Er ist wohl einer der jüngsten Schirmherrn in der mittlerweile fast 70-jährigen Geschichte des Drachenstichfestschießens. Bürgermeister Daniel Paul wurde am vergangenen Samstag diese Ehre zuteil und der 35-jährige gab Gauschützenmeisterin Evi Benner-Bittihn gerne ein „Ja“ zu deren Bittgesuch.
Zu diesem Schirmherrnbitten hatte das Weidinger Gemeindeoberhaupt Abordnungen der fünf aktiven Schützenvereine der Chambtal-Kommune eingeladen. So stand ihm die Freude ins Gesicht geschrieben, daß Vertreter der Waldlerlustschützen Dalking, der Tannengrünschützen Döbersing, der Falkenhorstschützen Pinzing und der Herrnholzschützen Weiding ins Gasthaus Heigl nach Dalking gekommen waren, um ihm zu diesem offiziellen Bittgesuch seitens des Gaus Grenzfähnlein Furth im Wald die Ehre zu erweisen. Von hier waren neben Gauschützenmeisterin Evi Benner-Bittihn mit Stellvertreterin Sylvia Hammon auch Martina Eckhardt seitens der Gaujugendleitung gekommen. Weiter durfte der designierte Schirmherr Pfarrer Franz Merl, MdB und Altbürgermeister Karl Holmeier, Konrad Schreiner, Vorjahresschirmherr Willi Staudner und seine eigene Familie herzlich begrüßen. Einen wichtigen Part des Abends hatte auch Gaumaler Willi Eckl aus Altenmarkt, der mit der großen Schützenscheibe schwer bepackt gekommen war. Nach einem gemeinsamen Abendessen aus der „Heigl-Küche“ folgte der offizielle Teil mit Bittgesuch und der Übergabe der Schützenscheibe zum 68. Drachenstichfestschießen in diesem Sommer.
In ihrem Grußwort drückte Dalkings Schützenmeisterin Bärbl Karl ihre Freude darüber aus, daß nach 1994 mit Ehrenmitglied Ernst Heigl der diesjährige Schirmherr nun erneut aus den Reihen der Waldlerlustschützen Dalking komme. Vor allem die Geheimhaltung über den Namen des diesjährigen Schirmherrn war in Anbetracht der Terminfindung zu diesem Schirmherrnbitten schon im zurückliegenden Winter eine Herausforderung, schmunzelte die Schützenmeisterin. Besonders freue sie, daß heuer aus den Reihen der Waldlerlustschützen mit Linda Neidhardt auch die Gauliesl und mit Felix Weingärtner der 2. Ritter der Jugend komme. Sie rief alle Schützenvereine einschließlich des Burschenvereins Dalking dazu auf, sich stark am Festschießen zu beteiligen und ihren Bürgermeister tatkräftig zu unterstützen.
Dieses ehrenvolle Amt bleibe heuer erneut in der Gemeinde Weiding, freute sich auch MdB und Altbürgermeister Karl Holmeier und dankte seinem Nachfolger für die Übernahme dieser Aufgabe. Dies zeuge auch davon, daß die Chambtal-Kommune und ihre Schützenvereine eine tragende Säule im Schützengau Grenzfähnlein darstellen. Wichtigste Aufgabe des Schirmherrn sei, viele Schützen und Freunde des Schießsports zu diesem sportlichen Wettkampf zu locken, um die Schießstände während der Augustwochen stets zu füllen. Mit dem Wunsch auf einen guten und unfallfreien Verlauf schloß er sein Grußwort.
Im Anschluß oblag es der Gauschützenmeisterin selbst, in Reimform das offizielle Bittgesuch vorzutragen. Für die Schirmherrn der vergangenen Jahre, Karl Holmeier und Willi Staudner sowie dessen Ehefrau hatte sie ein kleines Präsent mitgebracht. Für den Schützengau sei das Drachenstichfestschießen die fünfte Jahreszeit. Der elektronische Schießstand, der sich bestens bewährt habe, freue die Verantwortlichen ganz besonders. Bei diesen und auch den aktuellen Umbauarbeiten im Schießsportzentrum waren und sind Vertreter aus der Gemeinde Weiding mit fleißigen Händen vertreten, freute sich Benner-Bittihn.
„Dein Herz schlägt für viele Vereine, für die Schützen noch höher.“ Mit diesen Worten eröffnete sie ihr Bittgesuch an Bürgermeister Daniel Paul. Mit der Bitte um die Zusage und einem weiß-blauen Schirm sowie einem Präsent im Gepäck trat sie vor den Weidinger Rathauschef, der mit einem deutlichen Ja gerne erwiderte. Für dessen Mutter Regina gab es einen Strauß Blumen. Dem frisch ernannten Schirmherrn war es abschließend ebenfalls ein Anliegen, einen Bogen über die Schützenvereine seiner Gemeinde zu spannen. Er fand für jeden Verein persönliche Worte und nannte sie als große Bereicherung im Vereinsleben Weidings, sowohl gesellig als auch sportlich. Er durfte in den letzten fünf Jahren den Schießsport in der Gemeinde kennen- und schätzenlernen, bekundete Paul. Die sportlichen Erfolge aus Jung und Alt lassen immer wieder aufhorchen, stellte er heraus. Es sei ihm daher eine Ehre, in die Schirmherrn-Fußstapfen des Schützengaus Grenzfähnlein mit seinen über 40 Vereinen zu treten. Auch in der Gemeinde Weiding gehören über 650 Jugendliche und Erwachsene einem der fünf Schützenvereine an. Als große Schützenfamilie bezeichnete er dieses Vereinsleben, einmal im Jahr sei das Gemeindepreisschießen der sportliche Höhepunkt schlechthin. Auch das Drachenstichfestschießen trage jährlich dazu bei, daß die Freunde des Schießsports ihre Kameradschaft vertiefen und sich im sportlichen Wettbewerb messen. Ein Vergelt’s Gott gab es für die Gauschützenmeisterin und deren Team. Er habe gespürt, daß hier der Zusammenhalt groß sei. Er erinnerte abschließend an den Gauball im Jahr 2020. Dieser finde erstmals im Huberstadl bei den Falkenhorstschützen Pinzing statt, freute sich Paul.

Zur diesjährigen Schirmherrnscheibe:
Die jährliche große Schützenscheibe sei das Symbol des Drachenstichfestschießens schlechthin, stellte der Schirmherr heraus. Im Schießsportzentrum in Furth im Wald könne man die Kunstwerke der letzten Jahrzehnte bestaunen, alljährlich mache sich der jeweilige Schirmherr seine Gedanken um das Motiv der Scheibe. Und hier habe Gaumaler Willi Eckl wieder großartige Arbeit geleistet. Bürgermeister Daniel Paul war es auch hier ein Anliegen, die gesamte Gemeinde auf einem Motiv zusammenzufassen. Die drei Kirchen Dalking, Walting und Weiding seien die Orte der Gottesbegegnung in der Pfarrei Dalking und Expositur Walting und die ins Auge stechenden Bauwerke schlechthin. Sie sollen uns stets daran erinnern, daß wir die Werte und Fundamente unseres christlichen Glaubens bewahren und uns dafür einsetzen, trotz so mancher Stürme und Wirren dieser unruhigen Zeit, hob Paul heraus. Er sagte dem Maler ebenfalls ein herzliches Vergelt’s Gott für die künstlerische Gestaltung und überreichte sie ganz offiziell an die Gauschützenmeisterin Evi Benner-Bittihn. Der Applaus der Gäste belohnte zudem die Arbeit des Kunstmalers.

Das Bittgesuch von Gauschützenmeisterin Evi Benner-Bittihn beinhaltete neben persönlichen Worten in Reimform auch einen weiß-blauen Schirmherrn-Schirm und ein kleines Präsent.     Eine Überraschung und der Höhepunkt des Abends war die Enthüllung und Präsentation der diesjährigen Erinnerungsscheibe durch Gaumaler Willi Eckl und Schirmherr Daniel Paul.     Im Beisein seiner Familie, Pfarrer Franz Merl und der großen Schützenfamilie der Gemeinde Weiding sowie den Vertretern des Gaus Grenzfähnlein übergab der diesjährige Schirmherr die große Schützenscheibe zum 68. Drachenstichfestschießen an Evi Benner-Bittihn.

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