2019_FFW_Weiding_Ehrung_25Jahre_Bild 4 bogen_slideshow_222x50px_neuesgelb

Mit Herzblut und großen Schritten ins Jubiläumsjahr

Weiding.
Bis zum Fest ist es nicht mehr weit: Die Freiwillige Feuerwehr Weiding fiebert schon ganz gespannt ihrem 125-jährigem Jubiläum entgegen. Bei der Jahresversammlung am vergangenen Freitag berichteten die Verantwortlichen voller Tatendrang und Vorfreude über die laufenden Festvorbereitungen. Bereits vor der Mitgliederversammlung fand traditionell in der Marienkirche in Weiding ein Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder statt. Vorsitzender Christian Peinkofer konnte anschließend im Gasthaus Feil neben zahlreichen Mitgliedern Kreisbrandmeister Anton Bierl, Kreisbrandrat Michael Stahl, Bürgermeister Daniel Paul und MdB Karl Holmeier begrüßen. Ein besonderer Gruß und Dank galt auch Festschriftverfasser Konrad Schreiner, der nun seit einigen Monaten die historischen Daten sowie die Wehr- und Ortsgeschichte in einem schönen Buch zusammenfasst.
Die steigende Mitgliederzahl von derzeit 314 Mitgliedern hob Vorsitzender Christian Peinkofer bei seinem Jahresrückblick besonders freudig hervor. An zahlreichen Veranstaltungen in kirchlicher und weltlicher Hinsicht hat die Weidinger Wehr wieder tatkräftig teilgenommen. Als Highlight erwähnte Peinkofer dabei die Gedenksteinsegnung im Sommer des vergangenen Jahres. Auch bei Rock in der Halle, bei der Winterwanderung oder beim diesjährigen Faschingsumzug lobte der Vorsitzende den Einsatz und die Beteiligung seiner Kameraden.
Kommandant Alwin Schlamminger und sein Stellvertreter Christian Hastreiter berichteten ausführlich über die Einsätze und Übungen im vergangenen Jahr. Als Höhepunkte nannte Hastreiter die große Gemeinschaftsübung „Roter Eber“ in Chamerau, bei dem die Feuerwehr Weiding einen Einsatz in der Technischen Hilfeleistung mit Bravour gemeistert hat. Schlamminger konnte 27 Einsätze verzeichnen und hob dabei den Brand bei einer Weidinger Zimmerei hervor. Mit einem Filmbeitrag des TVA zeigte der Kommandant die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren vor Ort auf und sprach ein großes Lob an sein aktives Team aus. Auch an sämtlichen Lehrgängen haben die Mitglieder wieder stark teilgenommen, sei es in der modularen Truppmannausbildung, beim Sprechfunk, als Ersthelfer oder auch für den Atemschutz. Die Ausrüstung sowie das Gerätehaus befinden sich in einem einwandfreien Zustand. Die Wege zur Gemeinde seien diesbezüglich immer sehr kurz, dafür gab es an Bürgermeister und Gemeinderat ein herzliches Vergelt’s Gott. Auch den fleißigen Damen, die sich um die Sauberkeit im Gerätehaus kümmern, dankte er ganz herzlich.
Leiter Christoph Rohrmüller konnte auch einige Einsätze seiner Atemschutzgruppe vermelden. Neben dem Besuch der Atemschutzstrecke in Furth im Wald nahm eine Truppe wieder beim Atemschutzleistungsbewerb teil.
Kassenwart Christoph Paul berichtete ausführlich über die Finanzen und zusammengefasst die rund 400 Kontobewegungen und kam zum Entschluss, dass der Verein auf gesunden Beinen da steht. Die beiden Kassenprüfer Alfred Holmeier und Wolfgang Rohrmüller bescheinigten ihm eine tadellose Buchführung.
Über eine aktive Arbeit der jungen Generation konnte Jugendwart Franz Haller jun. berichten. So wurde im vergangenen Jahr auch wieder die Jugendflamme erfolgreich abgelegt und zum ersten Mal eine 24-Stundenübung mit den anderen Gemeindefeuerwehren abgehalten, bei dem die Kinder sehr viel Spaß hatten.
Einstimmig erfolgte im Anschluss der Beschluss der Versammlung, den Mitgliedsbeitrag von bisher 8 auf 12 Euro anzuheben.
Über die aktuellen Festvorbereitungen sowie anstehende Termine für das große Jubiläum im Juni informierte Festleiter Matthias Preischl. Die vier Festtage befinden sich auf der Zielgeraden, der Elan und die Begeisterung seien unwahrscheinlich groß, freute sich Preischl. Das Ehrenämterbitten und das Patenbitten im vergangenen Jahr waren sehr gelungen und auch die große Beteiligung erfreute die Verantwortlichen. An seine Kameraden richtete er den Appell, dass sie auch bei den Festvorbereitungen bzw. an den Festtagen tatkräftig mitanpacken sollen. Jede Hand werde gebraucht.
Bürgermeister Daniel Paul sprach zu Beginn seiner Rede ein großes Lob an die aktiven Feuerwehrler aus, die an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit sein müssen. Die starke Zusammenarbeit zwischen den vier Gemeindefeuerwehren sei beeindruckend und auch die Chemie stimme. Ein großer Dank richtete der dabei auch an die Firmen in der Gemeinde, die ihre Arbeitnehmer bei Einsätzen unentgeltlich freistellen. Einen Vergelt’s Gott richtete er an die vier jungen Burschen, die sich dem LKW-Führerschein mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde mit Erfolg unterzogen hatten. Die Gemeinde Weiding richte bereits jetzt den Blick über das Fest hinaus, das derzeitige Löschfahrzeug sei 19 Jahre alt und mittelfristig sind hier schon die Weichen für die Zukunft zu stellen.
„Die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt zwischen den Gemeindefeuerwehren ist hervorragend“, hob auch MdB Karl Holmeier hervor. Vor allem mit KBM Anton Bierl als „oberster Kommandant“ sei ein Fachmann und Koordinator vor Ort. Auch er dankte der Feuerwehr für die hervorragende Arbeit sowie der Gemeinde für die Ausstattung. Für das Jubiläum sei er als Ehrenschirmherr sehr zuversichtlich, dass auch das Wetter mitspielen wird.
Die positiven Berichte der verschiedenen Sparten überzeugen von der Kompetenz der Weidinger Feuerwehr, begann Kreisbrandmeister Anton Bierl mit seiner Rede. Zur 24-Stunden-Einsatzbereitschaft müsse die Wehr heuer auch noch ein großes Jubiläumsfest stemmen, was viel Einsatz und Zusatzarbeit über die täglichen Aufgaben hinaus mit sich bringe.
Kreisbrandrat Michael Stahl verzichtete bei seinem Grußwort auf statistische Zahlen und erläuterte lieber die Wichtigkeit der heutigen Feuerwehr. Der Mensch sei dabei das Wichtigste, hob Stahl hervor. Auch bei einem Besuch in einer Schule vor einigen Wochen sprach er dieses Thema an, um wieder mehr Jugendliche für die Feuerwehren sensibilisieren zu können. Dass die Weidinger Feuerwehr eine hochmotivierte aktive Truppe sei, davon zeugte sein Besuch im vollen Wirtshaus am vergangenen Samstag. An die ausgezeichneten Kameraden, die bereits seit Jahrzehnten mit der Feuerwehr eng verbunden sind, sprach Stahl seinen größten Respekt aus.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden folgende Mitglieder geehrt:
25 Jahre: Christian Hastreiter, Bernhard Feil, Markus Högerl, Thomas Karl, Alois Lemberger, Anna Feil, Brigitte Fischer
40 Jahre: Franz Haller sen., Manfred Thoma, Erwin Reichelt, Gottfried Steinkirchner, Xaver Schlecht, Alois Wurm
50 Jahre: Josef Heigl, Karl Heigl, Engelbert Zwicknagl, Wolfgang Amberger
60 Jahre: Franz Hackl, Xaver Meier, Josef Heitzer, Alois Stelzer
70 Jahre: Josef Engl sen.

Eine außergewöhnliche Ehrung erhielt der 92-jährige Josef Engl, der seit 70 Jahren ein treues Mitglied der Weidinger Wehr ist.     Zusammen mit der Landkreisfeuerwehrführung, Feuerwehrführung der Weidinger Feuerwehr und Bürgermeister Daniel Paul konnten sich diese Mitglieder über die Auszeichnung für 50 und 60 Jahre freuen.     Die Freude stand den ausgezeichneten Mitgliedern für 40 Jahre ins Gesicht geschrieben.     Sie traten einst beim Jubiläumsjahr 1994 der Weidinger Wehr bei.

©2018 Gemeinde Weiding - Alle Rechte vorbehalten

Designed & Powered by  hiwlogo login_icon