
Weiding.
Auch wenn die Tagesordnung umfangreich war, der Blick auf die Uhr angesichts der brütend heißen Temperaturen im Sitzungssaal des Rathauses Weiding stand im Fokus des Abends. Und so konnte schließlich zügig das Arbeitspensum des Gemeinderates Weiding abgearbeitet werden. Bürgermeister Daniel Paul begrüßte dazu das vollzählige Gremium, Geschäftsleiter Andreas Engl sowie den Abwassermeister der beiden Entwässerungsanlagen Weiding und Gleißenberg, Patrick Meier. Dieser hatte zum Tagesordnungspunkt zwei umfangreiche Informationen zu den geplanten Maßnahmen auf dem Gelände der Kläranlage Weiding mitgebracht. Aufgrund der gesetzlichen Grundlage und im Hinblick auf die künftige Phosphatfällung möchte man den Schritt gehen, auch die Betriebs- und Sozialräume erstmals seit dem Bau der Anlage im Jahr 1988 zu erweitern. Von anfangs einem Mitarbeiter sei die Anzahl der Beschäftigten im Endausbauzustand der Abwasseranlage Weiding auf zweieinhalb gestiegen.
Lösung für beengte Räume
Die extrem beengten Verhältnisse haben nun einen Plan reifen lassen, der zum einen die Fällmittel-Behälter räumlich unterbringen und zum anderen auch zusätzlichen Platz für Werkstatt und Sozialräume schaffen wird. Die Mitglieder des Gemeinderates stimmten den Plänen gerne zu, dass hier Handlungsbedarf bestehe, davon waren alle überzeugt. Die Kosten des An- und Umbaues werden sich nach heutigem Stand auf knapp 400.000 Euro belaufen. Gestartet werden soll im Frühjahr 2027. Auch standen etliche Bauanträge beziehungsweise Bauvoranfragen auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung. So wurde der Vorbescheidsantrag zur Umnutzung eines Anwesens in Friedendorf in eine kleingewerbliche Hundepension mit Einzäunungen abgelehnt, einer Bauvoranfrage zu einem Einfamilienbungalow mit Garage angrenzend an das Dalkinger Baugebiet „In der Point“ wurde grünes Licht gegeben. Gegen einen Tekturantrag der Firma Rädlinger im Hinblick auf den Brandschutz gab es keine Einwände, ebenso nicht für zwei betriebliche Erweiterungen, einerseits im Industriegebiet Weiding und andererseits in der Hubertusstraße in Walting.
Ortsabrundung Pinzing erweitert
Etwas ausführlicher wurde der Tagesordnungspunkt zum Satzungsbeschluss für die Erweiterung der Ortsabrundungssatzung im Geltungsbereich Kleinpinzing behandelt. Nach Erörterung und Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen in zweiter Runde folgte schlussendlich der Satzungsbeschluss für diese 31. Änderung der Ortsabrundungssatzung. Letzter Punkt in der öffentlichen Sitzung waren zwei Vergaben zum neuen Feuerwehrgerätehaus an der Dalkinger Straße in Weiding. 2. Bürgermeister und Bauleiter Alwin Schlamminger gab hierzu einen ausführlichen Sachstandsbericht, was seit der vergangenen Gemeinderatssitzung Anfang Juli wieder geschehen ist. Kommende Woche starten die Tiefbauarbeiten am Baufeld und ab Ende August wird der Rohbau aus dem Boden wachsen.
Grundsteinlegung steht fest
Auch der Festakt zur Grundsteinlegung ist mit dem 24. September spätnachmittags schon fest ausgemacht, ließ er dabei wissen. Im Anschluss wurde dem Gemeinderat das Submissionsergebnis der beiden zurückliegenden Ausschreibungen vorgelegt. So gaben für das Gewerk „Zimmererarbeiten“ vier Firmen ein Angebot ab, für das Gewerk „Dach- und Spenglerarbeiten“ konnte man drei Angebotseingänge verzeichnen. Den Zuschlag für die Zimmererarbeiten erhielt die Firma Holzhausbau Aumer aus Weiding zum Bruttopreis von 65.000 Euro, die Dach- und Spenglerarbeiten wird die Firma Michael Nachreiner aus Friedendorf übernehmen. Kostenpunkt hier 133.000 Euro. Beides sei nach den ins Auge gefassten Planungskosten eine Punktlandung, so das Fazit von Paul und Schlamminger.
Neues in Sachen Glasfaser
In Sachen Glasfaserausbau in Weiding und Dalking folgte ein abschließender Beschluss, dass man im Ortsteil Dalking vom Betreibermodell auf die Version der „Wirtschaftlichkeitslücke“ umswitchen werde. Dazu fand am Montag eine große Online-Besprechung mit den Verantwortlichen und Vertretern seitens des Eigenbetriebs des Landkreises Cham, der Regierung der Oberpfalz und dem Ministerium in Nürnberg statt. Hier wurde die weitere Vorgehensweise beim noch offenen Glasfaserausbau in den Ortschaften Weiding und Dalking besprochen und Lösungswege erläutert.