
Weiding.
Viele persönliche Worte, Glückwünsche und Geschenke hat Jubilar Karl Holmeier am Freitag-Abend im Gasthaus Feil in Weiding entgegennehmen dürfen. Und der Grund dafür lag auf der Hand. Das politische Urgestein Weidings und weit darüber hinaus feierte seinen 70. Geburtstag. Ihm selbst war es ein Anliegen, die Gäste von Tisch zu Tisch vorzustellen und herzlich zu begrüßen. Denn neben so manchen Ehrengästen seitens Politik und Kirche sowie seiner Familie hatte er Abordnungen von 14 Vereinen eingeladen, mit denen er schon seit Jahrzehnten eng verbunden ist. Nach einem köstlichen Abendessen aus der Feil-Küche durfte Weidings Gemeindeoberhaupt Daniel Paul den Auftakt im Gratulationsreigen machen.
24 Jahre Bürgermeister mit Herzblut
In einer persönlichen Laudatio würdigte Paul die kommunalen Verdienste Holmeiers, vor allem in seiner 24-jährigen Amtszeit als ehrenamtlicher erster Bürgermeister der Chambtal-Kommune. Der heutige Tag sei zweifelsfrei ein Markstein, nicht nur im Kalender des Jubilars, sondern auch für die Gemeinde Weiding. Er dankte ihm herzlich für die Einladung als Vertreter der Gemeinde und zählte einige kommunale Schwerpunkte der Jahre 1990 bis 2014 auf. Denn Weiding sei in Holmeiers Zeit nicht nur eine schöne Wohnsitzgemeinde geworden, sondern zudem ein attraktiver Gewerbestandort. Viele einschneidende Maßnahmen der Daseinsvorsorge wurden auf den Weg gebracht und umgesetzt. Als Beispiele nannte er den finanziell schwergewichtigen Schulhausneubau samt Sporthalle sowie den Fertigbau der Entwässerungsanlage in allen Ortsteilen der Gemeinde. Vor allem im Vereinsleben sei er bis heute nicht nur Ratgeber, sondern unermüdlicher Helfer und oft auch Mitglied in der Vorstandschaft. Der Gemeinderat habe sich jüngst in nichtöffentlicher Sitzung dazu entschieden, Karl Holmeier zu seinem Geburtstag die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Mit einer besonderen Urkunde überraschte hier Paul den Jubilar und gratulierte ihm zusammen mit 2. Bürgermeister Alwin Schlamminger zu dieser Auszeichnung.
Enge Freundschaft mit Hopp und Löffler
Nach dem kommunalen Teil folgten freundschaftliche Worte von Landtagsabgeordnetem Gerhard Hopp. Nach dem Tod von Markus Sackmann habe Holmeier im Jahr 2015 sofort Verantwortung als Kreisvorsitzender der CSU übernommen. Holmeier habe nie seine Wurzeln vergessen, Hopp nannte ihn ein Vorbild und echten Freund. Er sei bodenständig geblieben, das Gesicht der CSU im Landkreis schlechthin und bis heute Motivator für viele politische Weggefährten. Auch der ehemalige Landrat Franz Löffler, ebenfalls ein enger Freund Holmeiers, hatte passende Worte mitgebracht. Schmunzelnd meinte er, diesen Geburtstag könne er nicht vergessen, da beide, Holmeier und Löffler am selben Tag feiern dürfen. Auch der einstige Landrat ging in seiner Laudatio auf das Lebenswerk Karl Holmeiers ein und ließ so manche Station der vergangenen Jahrzehnte kurz Revue passieren. Holmeier habe es in hervorragender Weise geschafft, Familie, Beruf und Vereinsleben zu verknüpfen und habe im politischen Sinne dem Landkreis ein positives Gesicht gezeichnet. Mit seinen Ideen, seinem Elan und seinem Netzwerk habe er nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern bis in den Landtag und schließlich Bundestag Spuren hinterlassen und viel für seine Heimat, für die Landkreise Cham und Schwandorf erreicht. Auch Löffler zählte so manche wegweisenden Projekte auf und dankte ihm für diese besondere Freundschaft.
Viel Einsatz für Vereinsleben
Stellvertretend für die 14 anwesenden Vereinsabordnungen oblag es schließlich dem Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Weiding, Christian Peinkofer, ein zusammenfassendes Grußwort zu sprechen. 70 Jahre, das sei zweifelsfrei eine Hausnummer, so der FFW-Chef Weidings eingangs. In seinen Worten legte er ausschließlich den Schwerpunkt auf das Vereinsleben, auf die unzählig vielen Ämter des Jubilars und den Einsatz mit viel Herzblut bis zum heutigen Tag. Und, wie Peinkofer lobend herausstellte, waren es bei Karl Holmeier nicht nur Worte, sondern stets auch Taten, die das Vereinsleben und die Dorfgemeinschaften bis zum heutigen Tag stärkten und stärken.
Diese Vereine gratulierten am Freitag im Einzelnen:
FFW Weiding, FFW Dalking, FFW Pinzing-Friedendorf, FFW Walting, SV Weiding, FC Dalking, SG Chambtal Förderverein, SKC Rieding-Walting, Stockschützen Weiding, SuKK Dalking, Herrnholzschützen Weiding, OGV Weiding, Kapellenverein Pinzing, VdK Ortsverband Arnschwang-Dalking;
Nicht ohne Opas Hollywoodschaukel
Den Abschluss des Glückwunschreigens machten Mona und Ella, zwei der fünf Enkelkinder Holmeiers. In einem auf Opa Karl ausgerichteten Zwiegespräch ließen sie das Leben und so manch einschneidendes Ereignis Revue passieren. Von der Geburt, über die Schulzeit, bis hin zu Bankkaufmann-Lehre und zum politischen Werdegang hatten die beiden Mädels alles auf Lager, immer mit dem schmunzelnden Abschluss, dass Opa Karl nicht ohne seine geliebte Hollywoodschaukel leben könnte. Und aus den Erzählungen der beiden ging auch hervor, dass dem Opa mit fünf Enkelkindern sicherlich nicht langweilig werde. Dankbare und sichtlich gerührte Worte folgten aus dem Mund des Geburtstagskindes abschließend selbst. Er dankte den Vertretern der Gemeinde für diese höchste Ehre und Auszeichnung zum Ehrenbürger der Chambtal-Kommune. Er dankte seinen politischen engen Weggefährten und Freunden Gerhard Hopp und Franz Löffler für die Verbundenheit und die stets gute Zusammenarbeit. Und er sagte an die Vereinsvertreter ein großes Vergelt’s Gott, denn die Vereine seien das Leben einer Gemeinde, wie Holmeier es treffend ausdrückte. Auch vergaß er seine Familie nicht, die ihm in all der stressigen Zeit den Rücken freihielt und ihn stets unterstützte. Auch im Vorfeld des Geburtstags-Abends sei die Familie wieder sehr aktiv gewesen, bedankte sich der Jubilar abschließend.