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Der weiße Mobilfunkfleck im Chambtal ist Geschichte

Weiding.
Ein weiterer großer weißer Fleck auf der Mobilfunk-Versorgungskarte im Landkreis Cham ist seit gestern Geschichte. Und es ist in der Tat ein nicht unbedeutendes Gebiet, das nun bestens mit dem D1-Netz der Telekom versorgt wird. Nahezu alle Teile der Gemeinde Weiding, im Streugebiet auch Arnschwang, Runding und Gleißenberg, aber vor allem die Bundesstraße 20 im Bereich zwischen Cham und Furth im Wald sind nun durchgehend mit stabilem Mobilfunkempfang abgedeckt. Und es war am gestrigen Dienstag nicht irgendeine Einschaltung, die sang- und klanglos über die Bühne gehen sollte. Vertreter der Deutschen Telekom Technik aus der Landeshauptstadt, der Kommunal- und Bundespolitik sowie örtlichen Wirtschaft trafen sich im Rathaus Weiding sowie im Anschluß an der neuen Mobilfunkbasisstation hoch über der Bundesstraße 20 zwischen Weiding und Zelz, um diese offiziell in Betrieb zu nehmen.
Bürgermeister Daniel Paul oblag die Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste im Sitzungssaal des Rathauses Weiding. So waren neben Landrat Franz Löffler, MdB sowie Altbürgermeister Karl Holmeier und die Nachbarbürgermeister aus Gleißenberg und Runding auch die Verantwortlichen der Deutschen Telekom aus München, Erwin Walch und Dr. Markus Jodl gekommen, um der kleinen Feierstunde beizuwohnen.
Der Rathauschef erinnerte in seinem Grußwort an den großen Tag der Inbetriebnahme des Glasfasernetzes, einem damaligen Pilotprojekt in der Chambtal-Kommune im Dezember 2010. Denn genauso wichtig wie das schnelle Internet via Kabel ist, genauso wichtig sei inzwischen auch eine stabile und zuverlässige Mobilfunkversorgung geworden. Vor allem in dieser Sparte habe sich in den letzten Jahren ein großer Wandel vollzogen, und das generationenübergreifend. SMS ist Out, Datendienste wie WhatsApp, Facebook und Messenger sind In und wichtiger denn je, mobil und überall, stellte der Bürgermeister heraus. Auch wenn die großen, sichtbaren Anlagen stärker verunsichern als das handliche Smartphone, das Gegenteil sei der Fall. Denn das Handy am Ohr sei bei einer schlechten Verbindungsqualität weitaus strahlungsintensiver als der Handymast, zitierte Paul aus einem kürzlichen Bericht des Schweizer Fernsehens. Paul sagte den Wegbereitern und Fädenziehern dieses Mobilfunkstandortes in der Gemeinde Weiding Vergelt’s Gott für diese Initiative. Angefangen von der Vermieter-Familie des Grundstücks bis hin zur Deutschen Funkturm bzw. Deutschen Telekom, die schlußendlich das Netz betreiben. Auch die örtliche Politik sowie die Behörden, Gemeinde und Landratsamt taten ihr Übriges, damit das Genehmigungsverfahren reibungslos über die Bühne gehen konnte. Mit dem heutigen Tag sei die Gemeinde Weiding wieder ein Stück attraktiver geworden, freute sich der Bürgermeister. Denn er habe in den letzten Monaten oft kritische Stimmen zur äußerst unbefriedigenden Netzabdeckung im Chambtal hören müssen, und dies nicht nur aus den Reihen der jungen Generation. Umsomehr könne man sich heute über diese Inbetriebnahme freuen, freute sich Paul abschließend.
Landrat Franz Löffler beglückwünschte die Gemeinde Weiding zu diesem nach seinem Worten in der Tat freudigen Tag. Auch der Mobilfunk gehöre mittlerweile zur Infrastruktur und Daseinsvorsorge in unserer Bevölkerung, hob der Landkreischef hervor und erwähnte dabei den Quantensprung Weidings von bisher rund 50 % Netzabdeckung auf nunmehr nahezu 100 % Versorgung durch das D1-Netz. Löffler blickte kurz in die Zukunft und nannte das autonome Verfahren, bei dem die neue Generation 5G Voraussetzung sei, als Beispiel und Ziel der nächsten Jahre.
Altbürgermeister Karl Holmeier blickte in seinem Grußwort zurück auf die langjährigen Bemühungen zur Suche eines geeigneten Standorts für eine zufriedenstellende Mobilfunkversorgung in der Chambtal-Gemeinde. Die heutige Einschaltung im 4G-Übetragungsverfahren (LTE) bezeichnete der Altbürgermeister schmunzelnd als Verlobung, die Hochzeit finde erst mit dem Start der neuen Generation 5G statt. Weiter gab der Weidinger einen Einblick in die topografische Geschichte des Standortes an der B20. Hier erhob sich einst der Zelzer Riegl, eine markante Felsformation, die in den 1980er Jahren dem Bau der Bundesstraße weichen musste. Mit dem Appell an die Deutsche Telekom, „Baut bitte weiter!“, schloss Holmeier seine Ausführungen.
Schlussendlich oblag es auch dem Fachmann der Telekom aus München, Erwin Walch, den Werdegang von der Planung bis zur heutigen Inbetriebnahme kurz Revue passieren zu lassen. Die Deutsche Funkturm und Telekom habe mit diesem Standort einen höheren sechsstelligen Betrag in die Hand genommen, was die Bedeutung des Standortes aus Sicht des Betreibers unterstreiche. Der Standort sei in Sachen Kapazitäten bereits gewappnet für weitere Antennen und die neue Generation 5G. In Weiding werde zudem im Bezug auf die Übertragungskapazität von 150 Mbit/s und teilweise auch mehr die allerneueste Technik angewandt. Die bereits bestehende Verbindung zum Glasfasernetz der Gemeinde sei ebenso eine kluge Vorausplanung, so Walch abschließend. In einer lockeren Diskussion tauschten sich die Gäste im Anschluss über so manche Eckdaten und Zusammenhänge mit und zur Mobilfunktechnik aus.
Im Anschluß ging es zusammen mit den Ehrengästen hinauf zum neuen Sendestandort an der Bundesstraße 20, um mit einem Knopfdruck nicht nur die symbolische, sondern im Falle Weidings die tatsächliche Einschaltung vorzunehmen. Mit einem Softwarebefehl aus der Ferne wurde der Handymast pünktlich um 10.30 Uhr eingeschaltet. Vor Ort beschloß man spontan, mit einem Foto und einer Erinnerungstafel an den einstigen Zelzer Riegel zu erinnern.


Eckdaten zum neuen Mobilfunkstandort:
Bauherr:             DFMG Deutsche Funkturm GmbH
Einreichung Bauantrag:    10. Mai 2017
Mastbau:            14. Juni 2018
Derzeitiger Nutzer:         Deutsche Telekom (D1-Netz)
Standort:             Weiding-Zelz, höchster Punkt über der B20
Höhe Mast:             36 Meter
Durchmesser Technik-Bühne:     3,20 Meter
Gewicht Mast:             23 Tonnen
Technik der Telekom:     3 Sektoren (Antennen) mit Hauptstrahlrichtungen Zelz-Dalking-Döbersing-Gleißenberg; Weiding-Chambtal-B20-Raindorf-Rieding; B20-Faustendorf-Arnschwang;
Übertragungsverfahren:    GSM, UMTS (3G) und LTE (4G)
Übertragungsrate:    bis zu 150 MBit/s im Hauptversorgungsgebiet
Kapazitäten:    Reserve für weitere Mobilfunkanbieter und neue Generation 5G
Einschalttag:    5. Februar 2019

Durch die Schließung der großen Mobilfunklücke zwischen Cham und Furth im Wald, vor allem auch im Bereich der Bundesstraße 20 sei die Gemeinde Weiding wieder ein Stück weit attraktiver, freute sich Bürgermeister Daniel Paul gestern Vormittag im Rathaus Weiding.     Erwin Walch seitens der Deutschen Telekom aus München (rechts) hatte Wissenswertes und Interessantes zum neuen Standort in Weiding als auch zu den weiteren Planungen der Telekom im Landkreis Cham mitgebracht.     Im Sitzungssaal des Rathauses Weiding gab es zu den Bildtafeln und der Netzabdeckungskarte Grußworte von Weidings Bürgermeister Daniel Paul, Landrat Franz Löffler, Altbürgermeister und MdB Karl Holmeier sowie von Telekom-Verantwortlichem Erwin Walch aus München.     Ein großer Moment: Nicht nur symbolisch, sondern nahezu zeitgleich um 10.30 Uhr wurde die neue Mobilfunkbasisstation mit dem D1-Netz der Telekom hoch über der B20 am ehemaligen Zelzer Riegel „hochgefahren“ und in Betrieb genommen.

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