Weiding.
Ein Großaufgebot an Feuerwehr-Einsatzkräften hat sich am Donnerstag-Abend auf dem neuen Firmengelände des Bauunternehmens Rädlinger im Weidinger Gewerbegebiet abgespielt. Und die Organisation im Vorfeld dieses Abends ließ schon erahnen, dass es sich hier nicht um eine kleine Einzelübung handelt, sondern um ein Übungsgeschehen, das das gesamte Repertoire der örtlichen Feuerwehren abdecken sollte. Dass sich hier das neue Firmengelände an der Josef-Rädlinger-Straße hier förmlich angeboten hatte, lag auf der Hand. Bisher waren die Feuerwehrler noch nicht mit dem umfangreichen Gelände und den dortigen neuen Gebäuden vertraut, sodass im Ernstfall viele Fragezeichen und Unsicherheiten angestanden hätten. Nun konnten sich am Donnerstag 16 Feuerwehren aus den Gemeindegebieten Weiding, Runding, Arnschwang, Gleißenberg, Furth im Wald und Cham mit insgesamt 23 Einsatzfahrzeugen und 160 Ehrenamtlichen erstmals vor Ort ein Bild machen und in verschiedenen Übungen so manchen Ernstfall proben. Und am Ende der rund zweistündigen Großübung war man sich quer durch die Bank einig, dass die Übung nicht nur sinnvoll war, sondern dass man wieder die ein oder andere wertvolle Erfahrung und auch kleine Verbesserungsvorschläge als Hausaufgabe und vor allem für einen möglichen Ernstfall mit nach Hause nehmen kann. Weidings Kommandant Alwin Schlamminger ließ anschließend kurz das Übungsgeschehen Revue passieren. Er freute sich zudem, dass neben Josef Rädlinger junior und Geschäftsführer Rüdiger Altmann auch Bürgermeister Daniel Paul und weitere Verantwortliche seitens der Landkreis-Feuerwehrführung gekommen waren. So war der Abend und die Szenarien in mehrere Einzelabschnitte untergliedert. Hier hatte sich auch Vize-Kommandant Michael Nachreiner stark gemacht. Während sich eine stattliche Anzahl an Einsatzkräften um eine Brandbekämpfung in der Reifenmontierhalle mit technischer Rettung und Wasserleitungsaufbau befassen mussten, hatte eine weitere große Truppe eine Brandbekämpfung mit Aufbau einer Wasserversorgung aus einem naheliegenden Gewässer zu bewerkstelligen. So wurde die Alarmstufe auf „B4“ erhöht und ein Bereitstellungsraum eingerichtet. Mit der Alarmierung „Eingeklemmte und vermisste Personen sowie Brandfeststellung in größerem Umfang“ eilten die zahlreichen Feuerwehrkameraden zum Übungsort. Auch ein Hubschrauberlandeplatz wurde schlussendlich ausgeleuchtet und vorbereitet. Lobende Worte hatte Schlamminger für seine Einsatzkräfte aus nah und fern. Er dankte allen für den Einsatz, für die richtigen Handgriffe, die Teamarbeit und für die Bereitschaft, sich für das wichtige Ehrenamt im Feuerwehrwesen einzusetzen. Auch Kreisbrandmeister Anton Bierl schlug in dasselbe Horn und bedankte sich für die gute Organisation der Großübung. Kreisbrandinspektor Marco Greil blickte ebenfalls kurz auf die Übung und stellte fest, dass sich trotz der hervorragenden Leistung aller auch kleine Verbesserungsmöglichkeiten herauskristallisiert hätten. Aber dafür seien Übungen schlussendlich da, um für den Ernstfall noch besser und gezielter gerüstet zu sein. Auch Bürgermeister Daniel Paul freute sich angesichts dieser geballten „Feuerwehr-Power“, die hier heute Abend unter Beweis gestellt werde. Man könne als Verantwortliche einer Kommune dieses Ehrenamt nicht hoch genug schätzen, stellte er dankbar fest. Das letzte Wort des Abends hatte Firmenchef Josef Rädlinger selbst. Er sei erleichtert, dass das neue Firmengelände nun auch durch die Feuerwehrleute erstmals so intensiv unter die Lupe genommen wurde. Auch wenn man sich niemals einen Ernstfall wünsche, so könne man doch ein bisschen beruhigt sein, nun im Wissen, dass die Einsatzkräfte die Örtlichkeiten kennen. Eine warme Brotzeit aus zwei firmeneigenen Foodtrucks war abschließend der Dank und die Einladung des Hauses Rädlinger.